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  Chinesische Philosophie

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Kureha
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BeitragThema: Chinesische Philosophie    So März 03, 2013 7:32 pm

Konfuzius

Geburt und Ausbildung des Konfuzius


Der eigentliche Rufname von Konfuzius war Qiu (Erdhügel), bzw.
Zhongni, was soviel wie der "Zweitälteste Sohn Ni" bedeutet. Er stammte
aus einer verarmten Familie aus dem Kleinadel . Seine Heimat war der
Staat Lu in der heutigen Provinz Shandong.
Er wurde 551 v. Chr. in Qufu, ca. 180 km südlich von Jinan
(Hauptstadt von Shandong) geboren und starb 479 v. Chr. Die
Bezeichnung Konfuzius stammt aus der Latinisierung von Kong Fuzi (Lehrer
Kong) durch die Jesuiten, von den Chinesen wird Konfuzius meistens
nur Kongzi (Meister Kong) genannt. Konfuzius durchlebte eine arme
Kindheit, sein Vater starb früh und seine Mutter konnte ihn und seinen
älteren Bruder gerade so ernähren. Ob er seine Ausbildung in einer
Schule oder privat durch seine Mutter und seinen Großvater erhielt,
ist nicht geklärt. Während seiner Ausbildung lernte er die "6 Künste",
d.h. die Riten, Musik, Bogenschießen, Wagenlenken, Schreiben und
Rechnen. Schon früh konnte er schreiben und übertraf den Wissensstand
seiner Lehrer.

Konfuzius
lebte in der Chun-Qiu-Zeit (Frühling und Herbst-Zeit), die von
772-481 v.Chr. dauerte und nach den Annalen des Staates Lu (chunqiu)
benannt ist. Angeblich sollen diese Annalen sogar von Konfuzius selbst
verfasst sein, was aber als unwahrscheinlich gilt. Die Zeit, in der
Konfuzius lebte, war gekennzeichnet von Unordnung und Kämpfen zwischen
einer Vielzahl von Kleinstaaten. Der König der damaligen
Zhou-Dynastie hatte praktisch keine Macht und konnte dem Chaos nur
tatenlos zusehen. Das Ziel des Konfuzius war es, Ordnung in dieses
Chaos zu bringen, indem er einem weisen Herrscher suchte, der seine
Ziele umsetzen würde. Allerdings scheiterte sein Lebenswerk in dieser
Hinsicht.

Die politische Karriere des Konfuzius


Konfuzius war als wandernder Lehrer tätig, der seine Dienste den
Fürsten des Landes anbot. Zuerst bekleidete er unbedeutende Posten, weil
ihn wirtschaftliche Not dazu zwang. Seine politische Laufbahn war
kurz.
Sie begann ca. 500 v. Chr. in der Stadt Zhong Du, die für das
Herzogtum Lu eine wichtige Rolle spielte. Er brachte wieder Ordnung
in die Stadt, indem er die Methoden, die er lehrte, anwandte. Die
anschließenden Ämter als Bau-, bzw. Justizminister erledigte er auch
zur Zufriedenheit des Herzogs von Lu. Bekannt ist sein Wirken als
Zeremonienmeister während eines wichtigen Treffens zwischen dem
Herzogen von Lu und Qi, indem er durch seine moralische Überlegenheit
den Herzog Qi zur Herausgabe umstrittener Gebiete brachte.

Konfuzius scheiterte in Lu weil er einer List des Herzogs von Qi, der
seine Niederlage während der Verhandlungen nicht vergessen hatte, zum
Opfer fiel. Der Herzog von Qi sandte 80 schöne Frauen und 120 Pferde
an den Hof des Herzogs von Lu, der sich dadurch von den
Staatsgeschäften und der korrekten Durchführung der Riten ablenken
ließ. Konfuzius war enttäuscht und quittierte seinen Dienst.

Als wandernder Lehrer erlangte er zwar Ansehen bei den Fürsten,
konnte sich aber in einer Zeit, die von Neid, Kriegen und Intrigen
geprägt war, mit seinen unrealistischen und hohen moralischen
Ansprüchen nicht durchsetzen. Sein Lebenswerk muss man also in dieser
Hinsicht als gescheitert betrachten.

Die Lehren des Konfuzius


Die Lehren des Konfuzius sind uns vor allem durch die Aufzeichnungen
seiner Schüler überliefert. Als Hauptquelle gilt das Lunyu
(Gespräche"), die in Form von Gesprächen zwischen ihm und seinen
Schülern bzw. Rat suchenden Würdenträgern niedergeschrieben wurden.
Seine Lehren zeichnen sich aus durch seine hohen moralischen
Ansprüche, seine Diseitsbezogenheit und der konservativen Verpackung
("Ich schaffe nichts neues, sondern ich folge nur den
Überlieferungen").


Zuletzt von Kureha am So März 03, 2013 7:33 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kureha
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BeitragThema: Re: Chinesische Philosophie    So März 03, 2013 7:33 pm

Daoismus (Taoismus)


Während die Konfuzianer
sich der Gesellschaft zuwandten und versuchten, sie durch ihr Wirken
zu verändern, wenn die Möglichkeit dazu bestand, war der Daoismus eher
weltabgewandt und passiv. Die beiden bekanntesten Werke des Daoismus
sind das "Nan Hua Chen Ching" (Wahres Buch vom südlichen Blütenland),
oft nach seinem Verfasser kurz Zhuangzi genannt, und das Daodejing
(Buch vom Weg und der Tugend), vor allem das Daodejing hat durch seine
Vieldeutigkeit und seine Andeutungen viele Gelehrte gereizt. Das
Daodejing umfasst ca. 5000 Schriftzeichen und soll angeblich von Laozi
(andere Schreibweisen: Laotse, Lao-tzu) verfasst worden sein. Nicht
wenige Konfuzianer zogen es nach ihrem Dienst als Beamter zu den Lehren
des Daoismus hin.

Das Leben von Laozi

Laozi soll im 6.
Jahrhundert v. Chr. im Staate Chu während der Zhou-Dynastie geboren
sein. Sein ursprünglicher Name war Li Er. Allerdings wird sein Name in
späteren Werken nur als Laozi überliefert, was soviel wie "Alter
Meister" heißt. Angeblich soll ihn Konfuzius während seiner Reise nach
Luoyang (Hauptstadtder Zhou-Dynastie), als Laozi dort Archivar war, um Rat
wegen der Riten gefragt haben, allerdings wird diese Geschichte bereits vom
berühmten chinesischen Historiker Sima Qian bezweifelt.

Das Daodejing entstand angeblich, als Laozi auf dem Weg nach Westen
war, um China zu verlassen. Ein Grenzbeamter hielt ihn an der Grenze
zurück und bat ihn, ein schriftliches Werk zurückzulassen, worauf
Laozi das Daodejing diktierte und daraufhin China
für immer verließ. Allerdings wird vermutet, dass das Daodejing erst
im 4. Jahrhundert v. Chr. entstanden ist, denn viele Gedanken des
Daodejing finden sich auch in den Werken anderer Philosophen. Das
Daodejing wurde in späterer Zeit zum Hauptwerk des Daoismus und Laozi
zum Gründer des Daoisums erklärt. Der Daoismus wurde während der
Tang-Dynastie sogar zur Staatsreligion erklärt.

Daoistische Ideen sind aber bereits lange vor Laozi überliefert.
Der Sage nach soll der Gelbe Kaiser, ein legendärer Herrscher der
Urzeit, der Gründer des Daoismus sein.
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Kureha
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BeitragThema: Re: Chinesische Philosophie    So März 03, 2013 7:34 pm

Legismus (fajia)


Der Legismus ist eine philosophische Denkweise, die der Realiät der
Zeit, in der er entstand, gerecht wurde, als im Reich ein Chaos von
mehreren kämpfenden Kleinstaaten herrschte. Der Legismus befasst sich
unmittelbar mit der politischen Praxis der Herrschaftssicherung eines
Fürsten. Der Grundgedanke war, die Herrschaft über einen Staat in den
Hände des Fürsten zu zentrieren und eine Ordnung mit Hilfe von
Gesetzen und Regeln zu schaffen, die dem Fürsten den Machterhalt
sichern sollte.

Das
einzig als autentisch geltende Hauptwerk des Legismus ist das
Hanfeizi, nach seinem Autor Han Fei, der von ca. 280 v. Chr. bis 234 v.
Chr. lebte, benannt. Ein anderes Hauptwerk des Legismus wird Shang
Yang zugeschrieben, der die Reformen des Staates Qin im 4. Jahrhundert
v. Chr. eingeleitet und somit einen wichtigen Grundstein für den
Machtzuwachs und die spätere Gründung der Qin-Dynastie und die Einigung
Chinas gelegt hatte.

Die Grundideen und die Entwicklung des Legimsus


Der Legismus will die Macht des Staates in den Händen des
Herrschers zentrieren. Der Herrscher soll dabei so viele Entscheidungen
wie möglich selbst treffen und nicht deligieren, nur er kann
Belohnungen und Strafen erlassen, damit kein Rivale, der ihm zuviele
Kompetenzen abnimmt, im Staat entstehen kann. Die Herrschaft soll
dabei durch Gesetze gesichert werden, die allen öffentlich zugänglich
sind, so dass sich jeder danach richten kann. Nützliche Tätigkeiten
sollen durch Belohnung gefördert werden, Tätigkeiten, die dem Staat
schaden, sollen durch Strafe vermieden werden. Das Idealbild ist dabei
der Herrscher, der seinen Beratern zuhört, ohne seine Meinung offen,
z.B. durch Mimik oder eigene Kommentare und Fragen, zu zeigen. Später
trifft er eine Entscheidung und belohnt bzw. bestraft seine Berater
gemäß ihrer Leistung. Dadurch soll er unberechenbar für sein Umfeld
bleiben und seine Autorität gesichert werden.

Die Verwaltung des Staates soll auf schriftlich fixierte Anordnungen
und Richtlienien zurückgreifen können, die Effektiviät der
Verwaltung und der Beamten soll objektiv berechnet werden können.

Legistische Ideen genossen keinen guten Ruf in China.
So soll der Staat Qin, in dem die Legisten vor allem wirkten und der
im Jahr 221 v.Chr. China vereinte, despotisch und graußam gewesen
sein. Der rein legistische Staat der Qin scheiterte zwar bereits nach
15 Jahren und Ideal galten später die Ideen des Konfuzius vom Weisen
Herrscher, der allein durch sein Vorbild den Staat ordnen konnte.

Dieses Ideal wurde zwar offen gepriesen, allerdings war das gesamte
chinesische Staatswesen auch in den Jahrhunderten nach der
Qin-Dynastie von legistischen Ideen geprägt. Ohne den Legismus wäre
die chinesische Bürokratie und das Beamtenwesen nicht denkbar gewesen.
Besonders in der Ming- und der Qing-Dynastie war der Einfluß des
Legismus besonders stark.
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